Die Person Paul von Hindenburg

Wir haben uns mit Verantwortlichen der „Bürgerinitiative Pro Hindenburgplatz in Münster (Westfalen)“ verbunden. Mit Ihrer freundlichen Unterstützung zitieren wir aus deren Text.
Homepage der Bürgerinitiative in Münster: http://www.hindenburgplatz-muenster.de/index.html

 

Die Person Paul von Hindenburg.

„Paul von Hindenburg wurde 1847 als Kind einer preußischen Offiziersfamilie geboren und schlug ebenfalls eine Offizierslaufbahn ein. 1911 schied er auf eigenen Wunsch 64-jährig aus dem Militärdienst aus.

1914 begann der Erste Weltkrieg. Eine deutsche Kriegsführung war nur durch die Bewilligung von sog. Kriegskrediten durch den Reichstag möglich, denen alle Parteien – inklusive der SPD – zustimmten. Nachdem die russische Armee weit in deutsches Gebiet eingedrungen war, wurde Hindenburg reaktiviert und zu einem Armee-Oberbefehlshaber ernannt, der die russische Armee wieder aus Deutschland hinausdrängen sollte. Das Vorhaben gelang mit der sog. Schlacht bei Tannenberg. Die deutsche Öffentlichkeit schrieb vor allem Hindenburg den Sieg zu, der fortan in weiten Teilen der Bevölkerung eine hohe Wertschätzung genoß. Von 1916 an stand Hindenburg mit an der Spitze der Obersten Heeresleitung. 1919 bat der 72-Jährige um seine Entlassung. Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) entsprach der Bitte und dankte Hindenburg bei dieser Gelegenheit nachdrücklich für seine im und nach dem Weltkrieg geleisteten Dienste.“

Paul von Hindenburg (1847-1934) bei einem Besuch in München im Jahr 1922: Jubel der begeisterten Menschenmassen

 

„Als 1925 ein neuer Reichspräsident gewählt werden sollte, stellte ein Bündnis aus nationalkonservativen, nationalliberalen und teils stark katholisch geprägten Parteien für den 2. Wahlgang den Pensionär Hindenburg als Kandidaten auf. Dieser erreichte 48,3% der Wählerstimmen und wurde Reichspräsident. Er galt vielen als Garant für Ruhe und Stetigkeit, gerade auch angesichts einer wachsenden Angst vor dem Kommunismus.
Ende der 1920er Jahre spitze sich die politische Lage in Deutschland zu. Verstärkt durch eine Weltwirtschaftskrise kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, in denen sich die extreme Linke und die extreme Rechte erbittert bekämpften.

1932 stand eine neue Reichspräsidentenwahl an. Die rechten Parteien wollten Hindenburgs Wiederwahl nicht unterstützen. Sie stellten Hitler als eigenen Kandidaten auf. Die SPD und bürgerliche Parteien trugen nun Hindenburgs Kandidatur. Sie sahen in ihm den Einzigen, der unabhängig von Parteikämpfen und weltanschaulichen Gräben die Nation zu einen vermöge. Mit dem Motto „Schlagt Hitler. Deshalb: Wählt Hindenburg!“ unterstützte vor allem die SPD mit großen Mitteln Hindenburgs Kandidatur. Auch der aus Münster stammende Reichskanzler Heinrich Brüning (Zentrum) setzte sich vehement für Hindenburg ein. Doch im 1. Wahlgang scheiterte dieser knapp an der absoluten Mehrheit. Im 2. Wahlgang errang er 53,1% der Stimmen.“ Der zweite Wahlgang fand am 10. April 1932 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,5 %.

Wahlplakat der SPD zur Reichspräsidentenwahl 1932 am 10. April 1932

 

1932 mußte der Reichstag zweimal neu gewählt werden. Beide Male ging die NSDAP mit Abstand als stärkste Partei daraus hervor. Doch Hindenburg schloß es aus, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Da stabile Regierungskoalitionen nicht gebildet werden konnten, sah er sich dann doch durch die Mehrheitsverhältnisse dazu veranlaßt, Hitler Anfang 1933 zum Reichskanzler zu ernennen und mit einer Kabinettsbildung zu beauftragen. Dem Kabinett gehörten neben fünf parteilosen Ministern und einem parteilosen Kanzlerstellvertreter drei Minister der nationalkonservativen DNVP an, die auch schon unter Heinrich Brüning an der Regierung beteiligt war. Die NSDAP stellte lediglich zwei Minister. Doch die beabsichtigte „Zähmung“ Hitlers mißlang.“
Quelle: Bürgerinitiative Pro Hindenburgplatz in Münster (Westfalen)

 

 

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